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Trichomoniasis (Gelber Knopf)

Verfasst von admin am 7. Juni 2008 - 19:23.

Trichomoniasis (Gelber Knopf)

Die Trichomoniasis tritt weltweit in Taubenbeständen auf. Sie ist besonders als verlustreiche Aufzuchtkrankheit gefürchtet.

Krankheitserreger:
Trichomonas gallinae ist ein einzelliges bewegliches Geißeltierchen (Flagellat). Fast jede Taube ist Träger von Trichomonaden, die auf der Schleimhaut des Schnabels und Rachens, der Speiseröhre und des Kropfes leben. Infizierte Tauben scheiden die Parasiten mit dem Speichel und Kot aus. Alttauben infizieren Jungtiere bei Verfütterung der Kropfmilch.

Krankheitssymptome:
Bei erwachsenen Tauben sowie bei flüggen Jungtieren fallen nachlassende Vitalität, Flugunlust, dünnflüssiger Kot und geröteter Rachen auf. Im weiteren Verlauf der Infektion entstehen auf der Gaumenschleimhaut gelbe Pünktchen, die sich zu gelbkäsigen Belägen ausbreiten (Gelber Knopf). Beläge nicht ablösen (Blutungsgefahr)!
Bei Jungtieren im Nest kommt es zur Nabelinfektion mit Abszessbildung, die auf innere Organe übergreifen kann. Im Alter von 10-14 Tagen werden dünner Kot mit säuerlichem Geruch, ständiges Piepsen der Jungen nach Futter und die ersten Wachstumsstörungen beobachtet.

Krankheitsfeststellung:
Trichomonaden werden durch mikroskopische Untersuchung im feuchten Abstrich von der Rachen- oder Kropfschleimhaut einer lebenden oder frisch getöteten Taube nachgewiesen. Bei einer gestorbenen Taube ist der Erregernachweis bis zu 20 Stunden nach dem Tode des Tieres noch möglich.

Ähnliche Krankheitsbilder:
Bei erwachsenen Tauben im hinteren Teil des Rachendaches auftretende weiße Pünktchen stellen keine Trichomonadenherde dar. Bei diesen weißen bis graugelben, derben Knötchen handelt es sich vielmehr um Speichelsteinchen (Sialolithen), die aus verhärtetem Sekret der Schleimdrüsen bestehen. Sie sind unschädlich. Nicht entfernen (Blutungsgefahr)!

Hinweise zur Behandlung:
Bei Nachweis von Trichomonaden alle Tauben des Bestandes gleichzeitig mit chevi-col® behandeln.

Bei erhöhtem Trinkwasserbedarf (Brutzeit, Hitze) medikiertes Trinkwasser nicht verdünnen. Nach Verbrauch zusätzlich frisches Trinkwasser anbieten.

Während der Behandlungszeit kein Badewasser bereitstellen.

 

Quelle: chevita GmbH

Rassegeflügel - Tanja Meier Stand 15. Oktober 2011

 

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