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Fütterung der Tauben

Verfasst von admin am 22. April 2008 - 8:06.

Fütterung der Tauben

 

Wer einen Boden im Taubenschlag hat, der nicht hundertprozentig zu ist (Ritzen), der kann sicher sein, dass bald die Mäuse im Schlag sind. Wo Sie eine Maus sehen, da sind mehrere, vielleicht schon viele, denn Mäuse vermehren sich unter guten Bedingungen fleissig (und erst recht, wenn Standfutter gereicht wird). Ihre Anwesenheit verraten sie durch Kotspuren und ihren Geruch. Dann muss wirklich etwas unternommen werden mit Giftköderboxen; diese sind im Fachhandel und in Gartencentern erhältlich. Der Taubenschlag muss überprüft werden und maussicher sein. Mäuse sind eine Katastrophe, denn genau dort, wo sie den grössten Schaden anrichten können, sind sie anzutreffen: im Futtertrog. Sie hinterlassen dort ihren schädlichen Kot, der ungewollt von den Tauben aufgenommen werden kann. Mäuse sollten daher in einem frühen Stadium bekämpft werden.

Es gibt sie immer noch: Taubenzüchter, die falsch füttern - zu viel, falsch verabreicht. Futtertröge werden aus praktischen und hygienischen Gründen eingesetzt. Hier sollen alle Tauben die gleiche Menge an Futter aufnehmen können. Die handelsüblichen Futtertröge verhindern, dass Taubenkot mit dem verabreichten Futter in Kontakt kommt. Es sollen keine Körner auf den Schlagboden geraten, wo sich Kotpartikel anhaften, bevor sie von den Tauben aufgenommen werden. Gerade im Alter des Absetzens wird mit dem Futter gerne "gekleckert". Mehrere Male werden die Getreidekörner von den abgesetzten Jungtauben angepickt, rollen hin und her, bevor sie verschluckt werden. Das sollte vermieden werden! Wenn schon etwas daneben geht, dann kann man ein Auffanggitter unter dem Trog anbringen, wo die Körner für die Tauben unerreichbar sind.

Es ist erstaunlich, wie viele Taubenliebhaber diese Grundregeln der Hygiene missachten und Körner am Boden verstreuen. Ohne ordentlichen Futtertrog ist eine zeitgemässe Rassetaubenzucht nicht möglich. In der Fütterung genau vorzugehen hat übrigens nichts mit einer diskutierten "Verweichlichung" unserer Tauben zu tun. Unsere Tauben sind in einem eingeschränkten Umfeld leichter Krankheitskeimen ausgesetzt. Es ist unsere Aufgabe, eine ordentliche Pflege im Schlag sicherzustellen. Wir sollten jedoch nicht überreagieren: Unsere Tauben verfügen über körpereigenen Abwehrkräfte, die u.a. durch eine ausgewogene Ernährung gesichert werden. In einem guten Schlagklima können bei gewissenhafter Pflege dennoch Symtome von Krankheiten auftreten. Denken sie in diesem Fall zurück: Oft sind Züchterbesuche, Neuerwerbe oder die Rückkehr von einer Ausstellung, die solche auslösen - Beispiele gibt es genug.

 

Rassegeflügel - Tanja Meier Stand 15. Oktober 2011

 

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