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Einsatz verschiedener Nistschalen-Varianten

Verfasst von admin am 9. Februar 2011 - 17:31.

Einsatz verschiedener Nistschalen-Varianten

 

Viele Möglichkeiten im Vergleich

 

Besondere Ansprüche an den Nistplatz stellen unsere Haustauben nicht. Nicht einmal ihre Ahnen, die Felsentauben, berücksichtigen Komfort bei der Brutstättenwahl. Einige Voraussetzung dieser Höhlenbrüter ist die Unerreichbarkeit durch natürliche Feinde und Wetterunbilden. In Züchterhand befindend, sind ihnen die Bedrohungen aus der Umwelt abgenommen worden.

Über viele Generationen hinweg führten die Lebensgewohnheiten unserer Pfleglinge teilweise sogar zur reinen Legetätigkeit der Täubinnen, ohne dass die männlichen Ehepartner vorher Nestbaumateriel eingetragen haben. Ihre Vorfahren handeln ähnlich. Ursache ist der Lebensraum, in dem sie heimisch sind bzw. waren. Fern von Vegetationsvorkommen muss ihnen mit Verzicht darauf beim Anlegen der Brut, auch geschützt vor eindringendem Niederschlag, eine sichere Unterkunft reichen.

Manche Haustauben-Paare stocken Nester auf, wie sie eigentlich nur bei Greif- und Storchenvögeln üblich sind. Andere wiederum legen die Eier auf den blanken Boden.deshalb ist der ein oder andere Züchter in der Praxis auf eine pure Auffüllung der gesamten Nistzellengrundfläche mit einer dicken Einstreu ausgewichen. Eine überlegenswerte Alternative, wie sie eben gelegentlich bedenkenlos gehandhabt wird, schließlich geht es um die Förderung reichlicher Brutergebnisse.

Nistschalen dienen dem Schutz eines Geleges. Bei den Taubenartigen umfasst das Gelege – mit ganz wenigen Ausnahmen von den nur ein Ei legenden Exoten – zwei Eier. In der Nomenklatur der Eiformen wird die der Tauben den langelliptisch- bis spindelförmigen zugeordnet. Die Schale gilt als glatt, schwach glänzend, nach dem Legen zartrosa getönt, mit Dauer der Bebrütung verblasst und schließlich – wenn es denn Leben in sich birgt – vor dem Schlupf des Kükens bläulich erscheint.

Eine sichere Unterlage soll für die Eier gegeben sein, damit sie fixiert bleiben, also nicht wegrollenund durch den Körperdruck womöglich beschädigt werden; zudem ist eine solche nachher für den Nachwuchs sehr dienlich. Zum einem bietet sie den Jungen genügend Standsicherheit – für hochstehende Rassen eine unabdingbare Notwendigkeit, und es distanziert sie zum anderen bis zur vollen Befiederung von kalten Untergründen.

Die Elterntiere selbst gehen mit dem Gelege nicht gerade schonend um. Mit Vorliebe sammeln sie bei der Suche grobe Stängel bzw. kleine Zweige auf. Feine Auspolsterungen zur Vorbereitung des

Geburtsereignisses sind die Tauben beim Nestbau nicht eigen. Eine Durchlüftungsnotwendigkeit dieses losen und beliebig übereinandergelegten Sammelsuriums hat die Natur hier nicht vorgesehen, wenn ursprünglich schon auf steinigen Untergründen in Nischen von Gebirgsformationen oder Felsmassiven die Brutaktivitäten dort ihren Anfang nahmen.

Nun haben sich findige Züchter in Anpassung an Größe, Form, Struktur und Gewicht ihrer Taubenrasse zu zweckmäßigen Eigenbauten entschlossen, dieselben den zuchtpaaren als vorbereitetes Nest anzubieten. Die Konkurrenz wiederum folgt einfachheitshalber den Angeboten des Zubehörhandels und verlässt sich dabei auf serienproduzierte Nestschalen, auf schüsselartige Gebilde aus unterschiedlichen Materialien wie Ton, Pressspan als Massivholzersatz , Plastik, Hart-PVC, auch Presspappe zur einmaligen Benutzung. Bei der Anschaffung in Steinzeugqualität – wie Ton – sollte, wenn nicht gebrannt, zur Steigerung der Bruchsicherheit die Oberfläche zumindest glasiert sein.

Eine Besonderheit unter diesen Erzeugnissen – einerseits abgelehnt, andererseits befürwortend eingesetzt – sind heizbare Nistschalen als willkommene Wärmespender dort, wo Jungtauben drohen an Unterkühlung Schaden zu nehmen.

Umsomehr gilt der Hygiene in den Nestschalen große Aufmerksamkeit. Eine glatte, porenfreie Oberfläche wird deshalb angestrebt, weil sie das Eindringen von Mikroparasiten verhindert und darüber hinaus die Reinigung sowie die Desinfektion erleichtert. Diese Prophylaxe nach jeder Nutzung betrifft ebenso die individuellen Eigenbauten; vor allem wenn sie aus Holz gefertigt sind.

 

 

Quelle: Geflügelzeitung

 

 

 

Tanja Meier Stand: 13. Februar 2012

 

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